Honorary Lecture

Werner Jaschke

Prof. Jaschke begann seine Karriere in Heidelberg, wo er sein Medizinstudium im Jahr 1977 abschloss. Sein Interesse an der Forschung, das bereits während seines Studiums begonnen hatte, setzte er danach weiter aktiv fort. So wurde er im selben Jahr wissenschaftlicher Assistent am Institut für Nuklearmedizin, Abteilung für spezielle onkologische Diagnostik, am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg.

Zwei Jahre später wechselte er an das Institut für klinische Radiologie am Universitätsklinikum Mannheim. Anfang der 80er Jahre ging er als DFG-Stipendiat nach Kalifornien, wo er an der radiologischen Abteilung der University of California forschte. Wieder zurück in Deutschland, setzte Prof. Jaschke seine Facharztausbildung unter Prof. M. Georgi am Institut für klinische Radiologie am Universitätsklinikum Mannheim fort und schloss diese im Jahr 1984 ab.

Nach seiner Facharztprüfung ging Prof. Jaschke wieder zurück an die University of California, wo er in der Sektion für Kardiovaskuläre Radiologie und Magnetresonanztomografie der radiologischen Abteilung in San Francisco forschte. 1985 kehrte er nach Deutschland zurück und begann seine neuroradiologische Ausbildung an der Universitätsklinik Mannheim. Im Jahr darauf schloss Prof. Jaschke sein Habilitationsverfahren zum Thema "Diagnostische Möglichkeiten der Röntgencomputertomographie bei der Untersuchung der Nierendurchblutung" ab und erhielt seine Lehrbefugnis von der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

Seit 1986 war er als Oberarzt am Institut für klinische Radiologie des Universitätsklinikums Mannheims tätig. Zwei Jahre nach seiner Ernennung zum stellvertretenden Direktor im Jahr 1991 führte Prof. Jaschkes Weg nach Österreich, wo er als Leiter der Klinischen Abteilung für Radiodiagnostik 1 und Vorstand der Universitätsklinik in Innsbruck berufen wurde. 2007 wurde er zum Direktor der Universitätsklinik für Radiologie ernannt, als der er bis heute tätig ist.

Seit seinem Studium ist Prof. Jaschke ein leidenschaftlicher Forscher. Dies attestieren nicht zuletzt seine mehr als 200 veröffentlichten Arbeiten, darunter unter Anderem Vergleichsstudien zwischen CT und anderen radiologischen Verfahren, sowie Möglichkeiten der Gewebscharakterisierung mittels CT und Ultraschall. Prof. Jaschkes Interesse galt des Weiteren der Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Kontrastmittel für die Kernspintomographie. Andere Forschungsprojekte widmete er der klinischen Anwendung der Kernspintomographie einschließlich der Spektroskopie, klinischen Einsatzmöglichkeiten der digitalen Bildtechnik und der Millisekunden- CT (Cine- CT), sowie der invasiven radiologischen Diagnostik und interventionellen Therapiemöglichkeiten.

Prof. Jaschke leitete eine experimentelle Studie über das Verhalten von zwei flüssigen Embolisaten und widmete sich ausgiebig dem Wert der transkatheteralen Embolisation von Magenvarizen, von Skeletttumoren, von traumatisch bedingten Blutungen und Gefäßbildungen. In anderen Forschungsprojekten untersuchte Prof. Jaschke neue Einsatzmöglichkeiten der transhepatischen Gallengangseingriffe, wie zum Beispiel die Behandlung von postoperativen Gallengangsstrikturen und die perkutane Entfernung von Gallengangskonkrementen, oder prüfte die Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten neuartiger Metallgitterendoprothesen, der Magnetresonanzangiographie, Perfusionsmessungen, TIPS und Vieles mehr.

Von 2012-2014 bekleidete Prof. Jaschke das Amt des Präsidenten der Österreichischen Röntgengesellschaft (ÖRG) und ist nach wie vor aktives Mitglied zahlreicher medizinischer Verbände, sowohl national als auch international, darunter die Österreichische Gesellschaft für Interventionelle Radiologie (ÖGIR), die Bayerische Röntgengesellschaft (BRG), die Österreichische Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (ÖGUM), die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG), ESR, RSNA, EIBIR und CIRSE. Er ist Mitglied des onkologischen Beirats im Österreichischen Ministerium für Gesundheit (BMG) und darüber hinaus Ehrenmitglied der ÖRG, der ÖGIR sowie der Deutschen und Schweizerischen Gesellschaften für Radiologie (DRG und SGR).

HONORARY LECTURE
Strahlenschutz als Kernkompetenz des interventionellen Radiologen

Donnerstag, 16. Januar (10:50-11:40)
Europa-Saal